Beispiele für eine Karriere im Handwerk

Varsamis: „Für mich ist es immer wieder ein Erfolgserlebnis, einen defekten Motor zum Laufen zu bringen.“

VarsamisSchon als Kind wollte Varsamis im Kfz-Bereich arbeiten, weil sein Vater in Griechenland eine Kfz-Werkstatt besaß und er oft bei ihm aushalf. Sein größter Wunsch war es, in Griechenland Ingenieurwesen für Fahrzeugtechnik zu studieren, aber die Abiturnoten reichten dafür nicht aus. Er entschied sich deshalb für eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker, die ihm von Anfang auch sehr gut gefiel. 2008 kam er nach Deutschland. Weil seine griechische Ausbildung hier nicht anerkannt wurde, machte er in Deutschland berufsbegleitend eine zweite Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker.

Varsamis interessiert sich sehr für neue Technologien und für neue Techniken in der Automobilbranche. Durch viel Geduld und Beharrlichkeit hat er es bereits bis zum KFZ-Meister gebracht und bewirbt sich heute als Leiter für eine Kfz-Werkstatt. Eine Ausbildung im Handwerk bietet eine solide Basis für gute berufliche Perspektiven, sagt er, und damit stets Gelegenheit, Geld zu verdienen. Sein nächstes Ziel ist ein Studienabschluss als Ingenieur für Fahrzeugtechnik. Er findet es toll, dass man in Deutschland im Gegensatz zu Griechenland die Möglichkeit hat, auch ohne Abitur zu studieren. Er empfiehlt anderen Jugendlichen, sich auf dem Weg zur Erreichung der beruflichen Ziele den Rat und die Unterstützung von Familie, Lehrern/-innen, Vorgesetzten und Kollegen/-innen einzuholen.

 

Georgia: „Kreativität gehört für mich zum Beruf der Friseurin.“

GeorgiaUrsprünglich wollte Georgia Bürokauffrau werden, doch nach einem Praktikum stand für sie fest, dass dies nicht der passende Beruf für sie ist. Sie absolvierte ein zweites Praktikum in einem Friseurbetrieb und begeisterte sich sofort für diese Arbeit. Sie begann die Ausbildung zur Friseurin mit einem gehörigen Maß an Respekt vor dem Beruf, weil sie sich bewusst war, dass hier Erfolge, aber auch Misserfolge, sofort sichtbar werden. Zudem, sagt sie, muss man freundlich auf die Kunden/-innen zugehen und sich stets mit neuen Frisurentrends auseinandersetzen. Man braucht zudem ein Gespür für Formen und Farben, um dem/der Kunden/-in eine typgerechte Beratung anbieten zu können.

Für Georgia war auch der überbetriebliche Unterricht sehr wichtig, denn hier konnte sie sich mit gleichaltrigen Azubis über neue Arbeitstechniken austauschen. In Griechenland ist die Ausbildung zum/zur Friseur/-in anfangs weniger praxis- und mehr theoriebezogen als in Deutschland und man wird nicht gleich ins kalte Wasser geworfen. Andererseits findet Georgia es bei der dualen Ausbildung in Deutschland von Vorteil, dass man rasch in die Praxis einsteigt und die beruflichen Erfahrungen später an andere Auszubildende weitergeben kann. Georgia ist mittlerweile Friseurmeisterin und möchte sich in einigen Jahren selbständig machen. Sie rät Jugendlichen dazu, vor der Ausbildung verschiedene Praktika zu machen, auf Berufsmessen zu gehen und bei der Bundesagentur für Arbeit sowie der Handwerkskammer zu Köln so viele Informationen wie möglich über Berufsfelder zu sammeln.

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